Was kostet ein Architekt?

Die Kosten für einen Architekten hängen von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen vor allem die Baukosten, der Leistungsumfang und die Komplexität des Projekts.

Als Orientierung dient in Deutschland die HOAI. Sie definiert, wie sich Architektenhonorare grundsätzlich berechnen.

Wichtig:
Seit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Jahr 2019 sind die dort genannten Honorarsätze nicht mehr verbindlich, werden aber weiterhin als Grundlage für die Kalkulation verwendet.

3D-Rendering eines sanierten Fachwerkhauses mit Garagen-Anbau und Terrasse
  • Über 25 Jahre Erfahrung
  • Region Mosbach & Umgebung
  • Individuelle Förderstrategie

Wovon hängen die Kosten eines Architekten ab?

Die Kosten lassen sich nicht pauschal festlegen. Sie ergeben sich aus mehreren Einflussfaktoren:

1

Baukosten

Das Honorar orientiert sich an den sogenannten anrechenbaren Kosten (z. B. Baukosten des Gebäudes).

Je höher die Baukosten, desto höher das Honorar.

2

Leistungsumfang

Ein Architekt kann alle Leistungen übernehmen oder nur einzelne Phasen:

  • Entwurf und Planung
  • Bauantrag
  • Ausführungsplanung
  • Bauleitung

Weniger Leistungen = geringere Kosten

3

Komplexität des Projekts

Ein einfaches Einfamilienhaus ist günstiger zu planen als ein komplexer Umbau oder eine anspruchsvolle Sanierung.

4

Honorarzone

Die HOAI unterscheidet verschiedene Schwierigkeitsgrade (Honorarzonen I–V).

Höhere Komplexität = höhere Honorarzone = höheres Honorar

Wie berechnet sich das Architektenhonorar?

Die Berechnung basiert auf einem prozentualen Anteil der Baukosten.

Typischer Rahmen

ca. 10 % bis 15 % der Baukosten für alle Leistungsphasen (1–8)

Diese Werte sind Richtwerte, keine festen Preise.

Herleitung:
Die HOAI definiert Honorartafeln, aus denen sich je nach Projektgröße und Honorarzone entsprechende Prozentsätze ergeben.

Beispielrechnung

Ausgangsdaten:

  • Baukosten: 400.000 €
  • Leistungsumfang: alle Leistungsphasen (1–8)

Berechnung:

  • 10 % von 400.000 € = 40.000 €
  • 15 % von 400.000 € = 60.000 €

Ergebnis:

Architektenhonorar:
ca. 40.000 € – 60.000 €

Einordnung:

  • nur Planung (z. B. Bauantrag): deutlich weniger
  • nur Bauleitung: anteilig

Architektenkosten grob einschätzen

Der Rechner liefert eine unverbindliche Näherung auf Basis von anrechenbaren Kosten, Leistungsphasen und einer frei wählbaren Honorarbasis.

In der Praxis sind das nicht automatisch die gesamten Projektkosten. Für eine Erstorientierung kann der Baukostenwert genutzt werden.
Für die Erstorientierung können Sie mit den geschätzten Baukosten Ihres Gebäudes arbeiten. Im konkreten Projekt wird die Honorarermittlung jedoch auf Basis der anrechenbaren Kosten und des tatsächlichen Leistungsumfangs geprüft.
Umbau und Sanierung sind oft komplexer. Deshalb ist dort standardmäßig ein Zuschlag aktiviert.
Sie können entweder ein vordefiniertes Paket wählen oder die Leistungsphasen darunter individuell anpassen.
Das ist bewusst kein fixer HOAI-Satz, sondern ein transparenter Richtwert für eine erste Schätzung.
Nur relevant bei Bestand, Umbau oder komplexer Sanierung.

Leistungsphasen auswählen

Die Prozentanteile für Gebäude und Innenräume summieren sich in LP 1–8 auf 98 %. LP 9 ist hier bewusst nicht enthalten.

Ergebnis

Wählen Sie die Eckdaten Ihres Projekts aus und starten Sie die Berechnung.

Honorarbasis
LP-Anteil
Umbauzuschlag
Basis-Honorar
Honorar für gewählte LP
Zuschlag Bestand/Umbau
Unterer Orientierungswert
Oberer Orientierungswert

Baukostenrechner

Erhalten Sie eine grobe, unverbindliche Erstorientierung zu den voraussichtlichen Baukosten Ihres Vorhabens.

Für eine erste Schätzung reichen wenige Angaben. Weitere Projektmerkmale können Sie danach optional ergänzen und damit das Ergebnis verfeinern.

Basisangaben

Diese Angaben bestimmen die erste Größenordnung der Schätzung.

Erwerbsnebenkosten werden nur angezeigt, wenn noch ein Grundstück gekauft werden muss.

Zusätzliche Grundstücksangaben

Die Region setzt einen groben Richtwert für das durchschnittliche Baukostenniveau.

Aktivieren Sie diese Option nur, wenn das lokale Kostenniveau deutlich vom üblichen Wert der gewählten Region abweicht.

1,00 entspricht dem hinterlegten Richtwert der gewählten Region.

Diese Angaben verfeinern die Schätzung, sind für die erste Orientierung aber nicht immer zwingend erforderlich.

Diese Schätzung bietet eine erste Orientierung für ein Einfamilienhaus. Grundstück, Außenanlagen und individuelle Sonderausstattungen können zusätzlich anfallen.

Grobe Schätzung für Ihr Einfamilienhaus

Geschätzte Bauwerkskosten
Kosten pro m²
Kostenspanne
Grundlage der Schätzung Bitte starten Sie die Berechnung.

Bauwerkskosten

Grundkosten
Zuschlag Gründung oder Unterkellerung
Zuschlag Tiefgarage
Anpassungen

Weitere Projektkosten

Baunebenkosten
Außenanlagen
Hausanschlüsse
Zwischensumme Projektkosten

Erwerbsnebenkosten

Grundstückspreis
Grunderwerbsteuer
Notar und Grundbuch
Maklerkosten
Abriss
Erschließung
Zwischensumme Erwerb
Gesamtrahmen inklusive ausgewählter Zusatzkosten

Was die Schätzung am stärksten beeinflusst

Fläche, Qualitätsstandard, regionales Kostenniveau und wesentliche Projektmerkmale wirken sich am stärksten auf die Schätzung aus.

Noch keine Berechnung

Tragen Sie links die Projektdaten ein und starten Sie dann die Schätzung.

Typischerweise nicht enthalten

Je nach Projekt können unter anderem Grundstückskosten, Finanzierungskosten, Außenanlagen, Behördengebühren, Vermessung, Gutachten, besondere Gründungsmaßnahmen, Rückbau, Schadstoffsanierung, Möblierung oder individuelle Sonderwünsche nicht oder nur teilweise enthalten sein.

Hinweis zur Unverbindlichkeit

Die Berechnung dient nur der ersten Orientierung und ersetzt keine individuelle Kostenplanung. Die tatsächlichen Baukosten können je nach Standort, Bestand, Planung, Ausführung und Marktumfeld deutlich abweichen.

Welche Leistungen sind im Preis enthalten?

Bei vollständiger Beauftragung umfasst das Honorar typischerweise:

  • Grundlagenermittlung
  • Entwurfsplanung
  • Genehmigungsplanung
  • Ausführungsplanung
  • Ausschreibung
  • Bauüberwachung

Diese Leistungen entsprechen den Leistungsphasen 1–8 der HOAI.

Kann man beim Architekten Kosten sparen?

Ja, aber nur begrenzt sinnvoll.

Mögliche Ansätze:

  • nur Teilbeauftragung (z. B. ohne Bauleitung)
  • einfachere Bauweise
  • klare Anforderungen von Anfang an

Wichtiger Hinweis:

Zu starke Einsparungen können zu:

  • Planungsfehlern
  • höheren Baukosten
  • Problemen auf der Baustelle

führen.

Eine gute Planung reduziert langfristig Kosten.

Lohnt sich ein Architekt wirtschaftlich?

In vielen Fällen: ja.

Gründe:

  • bessere Planung → weniger Fehler
  • klare Ausschreibungen → bessere Angebote
  • Kontrolle der Bauausführung

Ziel: Kosten- und Terminsicherheit

Kosten für Ihr konkretes Projekt

Jedes Bauvorhaben ist individuell.
Eine genaue Einschätzung ist nur auf Basis Ihrer Anforderungen möglich.

Wir analysieren Ihr Projekt und geben Ihnen eine realistische Einschätzung der zu erwartenden Kosten.

Portrait Benjamin Niestroj

Architektenkosten für Ihr Projekt einschätzen lassen

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